Warnung!
Die auf dieser Seite vorgestellten Bücher sind nicht empfehlenswert!


Trotzdem scheint uns auch eine solche Liste notwendig.

Kampf ums Überleben - Anton Zischka

Ein Propagandabuch der deutschen Atomindustrie von 1979. Diese Buch wurde u.a. von der Initiative für gesicherte Energieversorgung kostenlos verbreitet. Die Mitglieder dieser Initative waren überwiegend Organisationen und Firmen aus dem Kernergiebereich.
Sie hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit Pro Mobilität, der Initiative für Verkehrsinfrastruktur. Hier wie dort wird vorgegaukelt die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten, dabei ist in beiden Fällen der Griff in die Taschen der Öffentlichen Hand das Hauptziel.

Zum Kampf:
"Gerade wenn wir die Umwelt respektieren und sparsam wirtschaften wollen, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Energie." S.33
Das kommen einem doch gleich die Sprüche des ADAC in den Sinn. Man brauche mehr Strassen, um umweltfreundlich autozufahren.
Da sind wir beim Thema: Autofahren. Zischka hat ja recht, der durchschnittliche Atomkraftgegner des letzten Jahrhunderts, war Autofahrer - und dem machte es auch nichts aus, mit seinem stinkenden VW-Bus zur Fahrraddemo zu fahren. Da paßt dann der Hinweis auf die schwindenden Öl-Resourcen wie die Faust aufs Auge. Es gibt aber bessere Bücher über das Ende des Erdölzeitalters.
Zischka zitiert die Atomkraftgegener: "Aber niemand wird gezwungen, Autos zu benutzen, jeder einzelne entscheidet selber darüber, ob er dieses Risiko tragen will." 1979 gab es anscheinend keine Fußgänger und Radfahrer - waren die Atomkraftgegner damals tatsächlich so autobesessen, daß sie die vom Auto verursachten Tötungen der Autolosen übersehen haben?